Phosphatfällung

     Um die Umwelt vor der Überdüngung unserer Gewässer mit Phosphaten zu schützen, hat der
     Gesetzgeber immer schärfere Grenzwerte für das Einleiten von Phosphaten festgelegt. Dabei
     sind Phosphate keine toxischen Stoffe, sondern unverzichtbare Nährstoffe für Mikroorganismen
     und Wasserpflanzen. Sind sie aber im Übermaß in Gewässern vorhanden, kann das schwer-
     wiegende Auswirkungen haben. Durch eine Aufbereitung des Abwassers mittels einer Fäl-
     lungsreaktion kann eine Eutrophierung der Seen und Flüsse verhindert werden.

     Bau- und Wirkungsweise

Eine Phosphatfällung ist eine physikalisch-chemische Reaktion, bei der die Phosphate mit Salzen
dreiwertiger Metalle ausgefällt werden. Dabei verwendet man die toxisch unbedenklichen Eisen(III)-
und Aluminiumsalze. Bei der Einleitung der Metallsalze bilden sich positiv geladene Metallionen, die
mit den negativen Phosphationen reagieren. Das entstehende schwer lösliche Metallphosphat wird in
Form feinster Flöckchen ausgefällt.

 

                                        PO43-     +     Fe3+                =      FePO4
                        Orthophosphat     +     dreiwertige    =      Eisenphosphat
                                                             Eisen-Ionen             als Niederschlag

Das Fällmittel muß an einer entsprechenden Stelle rasch eingegeben werden, damit die Ionen in aus-

reichendem Maße miteinander reagieren können.


Anschließend erfolgt eine Flockungsphase, in der die feinen Fällungsprodukte zu absetzbaren Flocken
aggregieren können.